Die Experten haben mit deutlich weniger Arbeitslosen gerechnet. Eigentlich fällt der saisonale Rückgang der Arbeitslosenzahlen im Frühjahr deutlich besser aus. Vielleicht ist hier schon eine Abschwächung der Wirtschaft durch die Immobilienkrise und den schwachen Dollar zu erkennen.
April 2008
Mi 30 Apr 2008
Fr 11 Apr 2008
Wer schon durch den Bewerbungs-Dschungel gegangen ist, kann vielleicht etwas interessantes zu Thorstens Blog-Parade auf blogaboutjob.de beitragen, mit Antworten auf „die dümmsten Fragen, die Ihnen in einem Bewerbungsgespräch jemals gestellt wurden“. Egal, ob von Bewerber- oder Personaler Seite erlebt, alle Erfahrungen sind willkommen. Gute Idee, die auch noch belohnt wird: Unter allen Teilnehmern werden, bis zum Ende der Aktion am 23.04., drei Hörbücher verlost.
Es gibt sicher Wenige, die routiniert jede Personaler-Frage durchschauen und zielsicher parieren. Und hinter mancher, als dumm empfunden Frage (wenn man sich nicht gerade im Öffentlichen Dienst bewirbt und mit unzusammenhängenden Katalog Fragen konfrontiert wird) steckt ein Kalkül. Der Versuch, hinter den Kandidaten zu schauen und seine Persönlichkeit zu erfassen. „Was sind denn Schwächen Ihres letzten Vorgesetzten“? zielt nicht darauf ab, Internata für die geplante Firmenübernahme einzuholen, sie testet auch nicht Ihre Menschenkenntnis, sondern wie loyal sie sind. Schwärzen Sie hier an, wie sicher ist dann Ihr neuer Weisungsbefugter vor Ihnen? Nein, sie beweisen mit der Antwort dieser Frage, dass sie „die Klappe“ halten können. Erwidern Sie „er vergaß manchmal die Geburtstage seiner Mitarbeiter und war gegenüber technischen Neuerungen nicht aufgeschlossen“, begeben sie sich in die Gefahr, genau auf den faulen Zahn des zukünftigen Chefs zu fühlen. Was tun?
Gerhard Winkler von jova-nova.com rät „die Schwächen des Vorgesetzten so zu erwähnen, dass daraus kein Problem wurde“, etwa: „Er hat z.B. die Tendenz, spät zur Arbeit zu kommen. Deshalb haben wir Kundentermine immer auf den späten Vormittag gelegt“.
Ich rate dazu, im Vorfeld ein Bewerbungsseminar zu besuchen, zum Beispiel bei ulmato.de.
Neben Inhalten wie der Erstellung des eigenen Stärken-Schwächen Profils, dem Aufbau von Bewerbungsunterlagen, Einstellungstests verstehen und lösen, werden Vorstellungsgespräche simuliert, um vorbereitet und angstfrei in die nächste Situation gehen zu können
Zurück zur Blog-Parade.
Die „unbeholfenste“ Frage, die mir nach dem Vorstellungsgespräch (katastrophal) von einer Bewerberin als Ergotherapeutin in aller Brutalität gestellt wurde, war: “Ich habe ein chronisches Blasenleiden. Wie stehen Sie dazu?“ Oh Gott. Soviel intimes von einem fremden Menschen. Ich fühlte schon so einen bitteren Geschmack hinten im Gaumen und bekam sofort eine Gänsehaut. „Ich verstehe die Frage nicht.“ „Ich meine, ich muss zwischendurch die Therapiestunde verlassen,…“ „Das ist leider nicht möglich. Wir haben die Aufsichtspflicht für die Kinder und sowieso nur begrenzte Zeit,..“ Sie fiel mir ins Wort: „Naja, ich kann ja auch Einlagen benutzen.“ Ich glaube, ich bin für sie rot geworden. WÜRG. Manchen Menschen ist wirklich gar nichts peinlich..
Mo 7 Apr 2008
Wer sich häufiger in der Blogger- Szene aufhält, wird in den letzten Wochen unweigerlich über einen Namen gestolpert sein: Tim Ferriss.
Ferriss hat ein Buch geschrieben, das „The 4-Hour Workweek“ (T4HWW) heißt und jetzt auch auf Deutsch („ Die 4-Stunden-Arbeitswoche“) im Econ-Verlag erschienen ist. Eine auf den Punkt gebrachte Zusammenfassung findet ihr auf der Seite von Rolf F. Katzenberger, www.evomend.net.
Vier Stunden arbeiten in der Woche um sich seinen Lebensunterhalt zu sichern? Ganz recht. Möglich wird das nach Auskunft des Autors, der unter anderem ein eigenes Unternehmen führt (führen lässt), einen Eintrag im Guinness Buch der Rekorde hält und gekürter Kickboxer ist, durch das Optimieren von Arbeitsabläufen und konsequentem Sparen.. von Zeit, die sich dann für Lifestyle verwenden lässt. Jetzt machen, was andere nach der Rente machen wollen, lautet sein Credo. Dazu bemächtigt er sich verschiedener Techniken denen er sein Handeln unterstellt, wie dem Parkinsonschen Gesetz (Arbeit dehnt sich in dem Maße aus, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht- also reduzieren!) oder der Pareto-Verteilung ( besagt, dass sich viele Aufgaben mit einem Mitteleinsatz von ca. 20 % so erledigen lassen, dass 80 % aller Probleme gelöst werden). Verbunden mit einer Informations-Diät (was ist wirklich wichtig, wozu brauche ich die Information?) und dem offenen Geheimnis erfogreicher Firmen, nämlich Arbeit bestmöglich zu verteilen (Outsourcing).
Das sei hier nur kurz zur Anregung vermerkt, weil ich die Zusammenfassung von R. Katzenberger einfach gut finde, aber selbst noch nicht mehr zu dem Buch sagen kann. Sobald es bei mir eingetroffen ist, werde ich eine ausführliche Rezension schreiben.
evomend.net- Rolf F. Katzenberger
Fr 4 Apr 2008
Neben meinen geliebten wdr5 podcasts habe ich ein neues Edutainment-Portal gefunden, dass in nächster Zeit meinen MP3-Player füttern wird. Der in der Nähe von Heidelberg lebende Führungskräftetrainer Hans-Jürgen Walter hat auf seiner Seite „Das AbenteuerLeben.de“ verschiedenste Experten aus Wirtschaft, Psychologie, Kommunikation, Management Marketing und Lebensführung versammelt, die in eigens verfassten podcasts Einblicke in ihre Teilgebiete, unterhaltsam und fundiert, weitergeben.
Die Themen sind in momentan neun Sendekanäle eingeteilt, die selektiv und nach gusto über eine Menüleiste gewählt werden können:
1. Das Abenteuer NLP & Kommunikation
2. Das Abenteuer Leben
3. Das Abenteuer Lernen
4. Das Abenteuer Kreativität
5. Das Abenteuer Präsentieren
6. Das Abenteuer Verkaufen
7. Das Abenteuer Zukunft
8. Das Abenteuer Motivation
9. Das Abenteuer Glauben
10. … und weitere Podcast-Kanäle sind in Vorbereitung
Dabei können die Beiträge direkt auf der Seite angehört, oder komfortabel als Hörkanal mit iTunes abonniert werden. So ist man immer auf dem neusten Stand der aktuellen Produktionen.
Der Pool beinhaltet derzeit ca. 100 Sendungen und ist kostenlos, finanziert wird der Aufwand durch den Verkauf von E- und Audiobooks
Ein großartiges Angebot mit viel Herzblut und Engagement, dass auch finanziell unterstützenswert ist und dem ich weiter Viel Erfolg wünsche!
Ich freu mich schon auf die nächste Laufstrecke um den Möhnesee mit Körper und Gehirn-Jogging..
Di 1 Apr 2008
Nein, ich hab heute niemanden in den April geschickt. Daran hab ich die Lust verloren, seit ein paar Freunde mich verschicken wollten und meinen 17 Jahre alten Käfer um die Hausecke getragen haben. Als ich ihn endlich gefunden hatte, sah er aus, als würde er gleich abheben, mit aufgestellten Flügeln, äh, Kotflügeln. Gott sei dank blieb er stehen, weil zwei Flügel, äh, Kotflügel neben dem Krabbeltier lagen..
Es gibt ja eine Menge 1. April Geschichten im Internet, woher, wann zuerst aufgetaucht, und welche Zeitungen, Radio- und Fernsehsender Ihre Konsumenten verladen haben. Auf heise.de las ich etwas über Computerkühlung, und hab vor lauter technischen Sätzen erst den fake bemerkt, als von Intel behauptet würde, sie würden an einem Piazofan basteln: „ Winzig kleine Federn an Piezo-Elementen bewegen sich mit hoher Frequenz und wedeln damit gewissermaßen die erhitzte Luft weg“. Aja.
Dabei ist mir mal wieder aufgefallen, dass Kommunikation nur funktioniert, wenn beide Seiten denselben Kontext haben. Neben Sprachbarrieren gibt es einigen Hindernisse auf dem Weg zum Verstehen: die eigene Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Konzentration auf sich und das Gesagte, Bereitschaft, zuzuhören oder die Einordnung des Verstandenen in mein Verständnis der Welt. In der Regel wenden wir unbewußt Strategien an, um diese Hindernisse zu übergehen. Zurück zum April: Da ich ein Technik-Legasteniker bin, kommt der heise April-Scherz bei mir nicht an, denn von der Welt verstehe ich nichts. Es macht also nur Sinn, jemanden in den April zu schicken, der eigentlich die Wahrheit kennt, weil er sich in dem Denken aufhält. Das heißt wiederum, ich habe nur Erfolg beim Scherzen, wenn ich etwas sehr Allgemeines wähle, oder die Person gut kenne, was es wieder wahrscheinlicher macht, entdeckt zu werden.
Auch bei ebay ist der April angebrochen, und ich will euch einige Auktionen nicht vorenthalten, die mich zum Schmunzeln gebracht haben. So versteigert „ariled“ seinen Joghurt des Vergessens, einen Fund aus den Tiefen des Kühlschranks, „myinflameword“ ein Versprechen, nicht bei der nächsten Grillparty aufzutauchen und „zimtzicke04“ die im Gartenbrunnen entdeckte originale Krone des Froschkönigs.
Den Raketenwerfer fürs den eigenen kleinen Bürokrieg hab ich als TOP 1 auf meiner persönlichen April-Scherz-Liste 2008 gekürt, musste ihn aber wieder streichen, weil… na, seht selbst!