Mobbing am Arbeitsplatz ist in der Arbeitswelt keine Ausnahme mehr: jeder achte Beschäftigte hat bei seinem derzeitigen Arbeitgeber bereits damit Erfahrung machen müssen. Damit sind von den 31,7 Millionen Erwerbstätigen ab 18 Jahren (ohne Selbständige und mithelfende Familienangehörige) in Deutschland 3,8 Millionen Mobbing-Opfer (bezogen auf den aktuellen Arbeitgeber). Dies ist das Ergebnis einer bundesweiten bevölkerungsrepräsentativen Befragung des IFAK Instituts unter rund 2000 Erwerbstätigen ab 18 Jahren.
12 Prozent der Befragten wurden bereits schon einmal bei ihrem derzeitigen Arbeitgeber gemobbt; dabei gibt es keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen. Nach Altersgruppen differenziert, zeigt sich jedoch ein deutlicher Unterschied: während von Mobbing-Erfahrung 16 Prozent der 50-Jährigen und älteren berichten, sind es bei den 18- bis 29-Jährigen nur 8 Prozent.
Nicht am eigenen Leibe zwar, aber im Team hat fast jeder Dritte (29 Prozent) schon Mobbing erlebt. Auch hier sind es die Älteren, die häufiger Zeugen von Schikanen gegenüber einem Kollegen oder einer Kollegin wurden.
Nicht mehr halbkalt duschen, weil die dämliche Solaranlage nur noch warmes Wasser für `nen Beutel Tee hat, Keine schon morgens überforderten (wer nicht?!) Mütter mit Vierlingen im Fünf-Meter-Van, in der Einbahnstraße, kurz vorm Bahnhof, beim einparken,.., Ende mit vollen Straßen und volleren Zügen, zwischen stinkenden Mitfünfzigern in bauchspannenden Hawaihemden, die sich wie ein pheromon-besoffener Teen noch neben mich drücken müssen. Verzichte auch gern auf die Rosinenschnecke vom Bahnhofsbäcker, die besser Trippel-Marzipan-Kringel heißen sollte, Keine muffigen Leute mehr um mich rum, die gut gemeinte Ratschläge als Arroganz aufnehmen, kein schnell-weg Essen aus der Mikro, Tage ohne Therapeuten, verloren in Verordnungen und Unordnungen, mal einfach nichts sagen, wenn mich wieder einer nach: wer wird`s denn, Obama oder Clinton?, fragt, und mich dann mit “eigenen” Kommentaren aus der ZEIT volltextet die ich auch kenne, und nicht mehr „oh fuck“ denken, wenn unser Abendessen-noch einen Wein-Gespräch schockartig mit Blick auf die Uhr um eins endet..
Nee, WOCHENENDE! Und als Erstes fahr ich morgen früh Brötchen holen.
Der abgehalfterte Spruch, dass die Welt im Wandel ist, dürfte den Meisten von uns als plakativ erscheinen. Die Fakten anhand von Zahlen aber mal in einer Präsentaion zu sehen, zeigt das Ausmaß, das Globalisierung und rasend entwickelnde Informationstechnologie für unser Leben im 21. Jahrhundert bedeuten.
Karl Fisch produzierte das Video für 150 Lehrer einer High School in Colorado (USA), um eine Diskussion anzuregen, welche Mittel und Bildungsinhalte Schüler benötigen, um für das Zeitalter gewappnet zu sein.
Einige Auszüge:
“Es wird geschätzt, dass dieses Jahr etwa 1.5 Exabyte an neuen, einzigartigen Informationen erzeugt werden. Schätzungsweise mehr als in den letzten 5000 Jahren.”
“Der Umfang an technischem Wissen verdoppelt sich alle zwei Jahre.”
“Das heißt: die Hälfte dessen was du in deinem ersten Studienjahr lernst, ist in deinem dritten schon wieder veraltet.”
“2010 wird der Umfang an technischem Wissen vorraussichtlich alle 72 Stunden verdoppeln.”
Die amerikanische Version ist visuell sehr ansprechend, ich finde aber in puncto Information die hier rein gestellte Deutsche besser, da man ihr schneller folgen kann. Für alle Interessierten gibt es noch den Link auf das Original, eine Präsentation im Powerpoint-Stil und den Verweiß auf die Homepage von Karl Fisch.
Viel Vergnügen
Am 12. Februar sind in Berlin die 100 Besten Arbeitgeber Deutschlands 2008 ausgezeichnet worden. Der Wettbewerb wurde von dem Forschungs- und Beratungsunternehmen Great Place to Work® Institute Deutschland, in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut psychonomics AG, der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) und dem Wirtschaftsmagazin “Capital”, prämiert.
Allein 35 Auszeichnungen gingen an Unternehmen in Bayern, die damit die meisten Besten Arbeitgeber zählen.
Die ersten Plätze des Gesamtrankings konnten das IT-Beratungshaus ConSol Software (Wettbeberbssieger), der Netzwerkspezialist Cisco Systems (Platz 2), das Logistik-Beratungsunternehmen 4flow (3), der Technologiekonzern 3M (4) und der Personaldienstleister Vedior (5) einnehmen.
Zusätzlich wurden fünf Sonderpreise für besondere Leistungen in einzelnen Bereichen der Arbeitsplatzkultur vergeben: Microsoft Deutschland erhielt den Sonderpreis für “Chancengleichheit der Geschlechter”, die E.ON Führungsgesellschaften (E.ON AG, E.ON Energie AG, E.ON Ruhrgas AG) für “Gesundheitsförderung”, die SICK AG für die “Förderung älterer Arbeitnehmer”, Dow Deutschland für “Diversity” (kulturelle Vielfalt) und das Vier-Sterne-Tagungshotel Schindlerhof für “Lebenslanges Lernen”.
Für die Qualität und Attraktivität der Unternehmen als Arbeitgeber war das Verhältnis zwischen Mitarbeitern und Führungskräften, die Zufriedenheit der Mitarbeiter mit ihrer Arbeitstätigkeit und dem Unternehmen insgesamt sowie mit der Atmosphäre am Arbeitsplatz Maßstab der Erhebung. In einer schriftlichen Mitarbeiterbefragung wurden Faktoren wie Glaubwürdigkeit, Respekt, Fairness, Stolz und Team ermittelt. Personalverantwortliche gaben extra Auskunft zu Maßnahmen und Konzepten der Personalpolitik. Befragt wurden rund 45.000 Mitarbeiter von insgesamt 252 Unternehmen.
Größenklassengewinner
Unternehmen über 5.000 Mitarbeiter
Platz 1 SAP
Platz 2 Dow Deutschland
Platz 3 Techniker Krankenkasse
Unternehmen von 501 bis 5.000 Mitarbeiter
Platz 1 Cisco Systems
Platz 2 3M Deutschland
Platz 3 impuls Finanzmanagement
Unternehmen bis 500 Mitarbeiter
Platz 1 ConSol* Software
Platz 2 4flow
Platz 3 Vedior Personaldienstleistungen
Was du heute kannst besorgen, das verschiebe ruhig auf morgen. Das gewohnheitsmäßige Vertagen von Aufgaben, die erledigt werden müssen, ist eine Krankheit und nennt sich: Prokrastination (pro – für, cras – morgen). Schon seit Mitte der Achtziger Jahre wird sie von Psychologen aus Deutschland und den USA erforscht. Beeindruckend: die Untersuchungen ergaben, dass weltweit fast jeder Fünfte von diesem Phänomen betroffen ist, Männer mehr als Frauen. Die Wissenschaftler unterscheiden zwischen zwei Typen:
1. Der Erregungsaufschieber. Er reagiert erst auf den letzten Drücker. Dabei braucht er den Kick, den das Arbeiten unter extremen Druck am Ende erzeugt. Meist behauptet er, nur so kreativ sein zu können.
2. Der Vermeidungsaufschieber. Er hat Angst zu Versagen. Deshalb meidet er den Leistungsdruck, den die Aufgabe mit sich bringt. Und das wiederum macht ihn zum Meister der Ausreden.
Das Kernproblem von Aufschiebern : sie haben Schwierigkeiten, Prioritäten zu setzen. Hinzu kommt, dass sie meist unter latenten Minderwertigkeitsgefühlen leiden. Um dieses Bedürfnis nach Wert zu befriedigen, setzen sie fälschlicherweise Erfolg mit Selbstwert gleich. Eine tödliche Mischung für jedes Vorhaben. Denn sie brauchen, um das Gefühl zu erlangen, häufige und kurzfristige Erfolgserlebnisse und ziehen deshalb kleinere Aufgaben größeren vor (Aufräumen, Abwaschen, …), weil die eine schnelle Belohnung versprechen. Einen Bonus fürs Ego kommt dann noch aus dem Umfeld dazu: Wer über zu viel Arbeit klagt, erntet meistens Mitgefühl.
Bestärkt wird das Aufschieben aber auch durch Vorteile: Manche Aufgaben erledigen sich tatsächlich von selbst. Andere erledigen sich nach einiger Zeit leichter, weil man bis dahin bessere Informationen gesammelt hat. Und wieder andere Beinahe-Entscheidungen stellen sich im Lauf der Zeit als gefährliche Irrtümer heraus. Gut also, dass man nichts unternommen hat! Kurzfristige Erfolge rächen sich jedoch langfristig: Aufschieben sorgt für Frust, weil man die (selbst-)gestellten Aufgaben nicht geschafft hat und bald an Leistungsfähigkeit und Selbstwert zweifelt. Dann beginnt die Abwärtsspirale aus weiterem Aufschieben, gespickt mit Überforderungs- und Minderwertigkeitsgefühlen.
Wie kann man gegen Prokrastination angehen? Laut Inga Opitz und Julia Patzelt von der WWU-Münster, die in eigener Forschungsstudie das Thema wissenschaftlich untersucht haben, sei das Aufschiebeverhalten zwar persönlichkeitsbedingt, dennoch könne es durch gezieltes Training und systematische Verhaltensmodifikation positiv beeinflusst werden. „Die Intervention muss bei jedem ganz individuell ansetzen”, erklärt Patzelt. “Es gibt so viele verschiedene Ursachen, dass man keine allgemeinen Handlungsanweisungen geben kann.” Die Planung realistischer Arbeitseinheiten könnte eine Hilfe sein, die Definition eines klaren Beginnpunktes eine Andere. Weitere Unterstützung, auch bei der Suche eines kompetenten Psychotherapeuten, finden Betroffene z.B. in der Psychotherapie-Ambulanz der Universität Münster. Ansprechpartner und Öffnungszeiten sind unter www.psy.uni-muenster.de/pta aufgeführt.
Ja, es braucht ein wenig Arbeit, sich auf den Weg zu machen- weshalb Manche erschöpft abwinken werden um sich erstmal anderen Dingen zuzuwenden..